NERVOSITÄT LÄSST NEULING SCHLECHT AUSSEHEN

Der Start in die Fußball-Landesliga-Saison ist für Neuling VfL Herford gründlich missglückt. Gegen den SC Bad Salzuflen setzte es eine unerwartet deutliche 2:5 (2:2)-Heimpleite. »Eigentlich sind Standards unsere Stärken«, meinte VfL-Trainer Stefan Studtrucker. »Doch heute hat mein Team dabei ungewohnte Schwächen offenbart.« Besonders Torwart Alexander Fischer erwischte einen rabenschwarzen Tag. Er verschuldete den zweiten und vierten Gegentreffer. Die Anfangsphase begeisterte die Zuschauer. Schon nach drei Minuten hatte es beim VfL eingeschlagen, als Maximilian Wöhler nach einem Eckstoß von Erdem Cömert frei zum Kopfball kam und unhaltbar zur Gästeführung einnickte. Auf der Gegenseite schlug drei Minuten später Mario Wihan eine Ecke, Tim Koliofotis verlängerte per Kopf und es stand 1:1. Nachdem Eduard Reh in der elften Minute noch in aussichtsreicher Position vergeben hatte, schlug der Gast wieder zu. Nach knapp einer Viertelstunde segelte erneut eine Ecke, diesmal getreten von Tamer Canpulat, in den Strafraum. Torwart Alexander Fischer faustete die Kugel direkt auf Salzuflens Robin Venghaus, der zog humorlos ab, und das 1:2 war perfekt. Wieder nur sechs Minuten danach konnte Salzuflens Torhüter Arne-Thiemo Krauß das Leder nach einem Schuss von Cetin Cakar nicht festhalten. Eduard Reh war zur Stelle und staubte zum 2:2 ab. Damit gingen 20 unterhaltsame Minuten zu Ende. In der Folgezeit erwiesen sich die lippischen Gäste vor Fischers Tor als gefährlicher, hatten durch Jörn Gehle (21.), Asim Incekara (39.) und Johann Jansen (41.) gute Möglichkeiten. Trotzdem war das Unentschieden zur Pause leistungsgerecht. In den zweiten 45 Minuten spielte Bad Salzuflen ganz clever auf. Mit dem ersten durchdachten Angriff in der 53. Minute ging die Elf von Trainer Carsten Skarupke zum dritten Mal in Führung. Der starke Johann Jansen flankte von links in den Strafraum, und Marc Rinnelt stocherte die Kugel an Torwart Fischer vorbei zum 2:3 in die Maschen. Da half auch Marcel Riesos Abwehraktion auf der Linie nichts mehr. Sechs Minuten später war die Partie gelaufen, denn Alexander Fischer hatte seinen zweiten Aussetzer. Bei einem ungefährlichen Rückpass drosch er den Ball genau auf Asim Incekara, der sich aus gut 30 Metern nicht lange bitten ließ und über die gesamte VfL-Deckung zum 2:4 einschob. Endgültig den Deckel auf die Partie machte kurz vor Schluss der eingewechselte Jan Brinkmann, der von Erdem Cömert freigespielt wurde und mühelos in den Winkel schoss. Die letzte VfL-Chance vergab in der 88. Minute Eduard Reh, der freistehend am Tor vorbeidrosch.

0:1 (2.) Maximillian Wöhler
1:1 (7.) Eftimios Koliofotis
1:2 (14.) Robin Venghaus
2:2 (20.) Mario Wihan
2:3 (65.) Marc Rinnelt
2:4 (70.) Asim Incekara
2:5 (74.) Jan Brinkmann

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